Was ist Kundalini Yoga?

Kundalini Yoga ist verwandt mit anderen Yogaformen wie Hatha Yoga. Es ist aber in vielen Übungen dynamischer und richtet sich stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie. Kundalini Yoga ist eine energetisch sehr kraftvolle Yogapraxis und birgt daher ein großes transformatorisches Potential.

Der Atem hat einen zentralen Stellenwert und wird praktisch während aller Übungen bewusst geführt. Auch Meditation, in sehr vielen Variationen, wird in jeder Übungseinheit geübt. Meditation vertieft die Achtsamkeitsschulung und ist zugleich eine Fortsetzung der Körperübungen auf anderer Ebene.

Was machen wir in einer Kundalini Yoga Stunde?

Jede Kundalini Yoga Stunde enthält drei Ebenen:

  1. Asana, die Körperhaltung
  2. Pranayama, die Atemführung
  3. Dhyana, die Mediation

1. Asana, die Körperhaltung
Es gibt im Kundalini Yoga ungefähr 50 Basishaltungen, von denen unzählige Haltungen und Bewegungen abgeleitet werden. Alle bekannten Haltungen des Yoga wie Pflug, Dreieck, Kobra, Bogen oder Brücke sind dabei. Extreme Dehnübungen sowie Kopfstand kommen im Kundalini Yoga aber nicht vor.
Neben einer korrekten, konzentrierten Ausführung der Übungen und einer allmählichen Steigerung der Flexibilität geht es im Kundalini Yoga vor allem um eine natürliche und lebendige Dynamik des Körpers und um ein waches Körperbewusstsein.

2. Pranayama, die Atemführung
Wie wir atmen hat auf einer sehr fundamentalen Ebene mit unserer Lebenskraft und unserem Lebensgefühl zu tun. Deshalb hat das Atmen im Kundalini Yoga eine so herausragende Bedeutung. Viele Menschen spüren eine große Veränderung, wenn sie ihren unvollständigen und oberflächlichen Atem korrigieren. Oder wenn sie das sogenannte „paradoxe Atmen“ umstellen. Schätzungsweise 40 Prozent der Menschen ziehen unbewusst beim Einatmen den Bauch ein und machen damit das eigene Zwerchfell unbeweglich, anstatt den Bauch nach vorne weich werden zu lassen und dem Zwerchfell Raum zu lassen zum Einatmen.

3. Dhyana, die Meditation
Meditation ist ein integraler Bestandteil des Kundalini Yoga. Eine wichtige Voraussetzung für dem Zustand von Meditation ist Konzentration, denn wir können uns und unseren Körper nicht entspannen, wenn unser Geist bzw. unsere innere Stimme unentwegt ihr Programm aus Sorgen, Plänen und Assoziationen in unseren Kopf und Körper plappert. Aber die Gedanken könne leider nicht auf Befehl angehalten und in Leerlauf gesetzt werden.

Deshalb entspannen wir den Geist und geben der innere Stimme Futter, indem wir den Geist auf bestimmte Punkte oder Wörter konzentrieren, die zudem eine hilfreiche energetische Wirkung haben. Solche Punkte sind zum Beispiel der Punkt zwischen den Augenbrauen oder der Nabelpunkt. Die Konzentrationswörter werden Mantra genannt. „Man“ bedeutet Geist, „Tra“ Projektion.

Informationen zum Kundalini Yoga mit herzlichem Dank übernommen von 3HO Deutschland e.V.